Chronik

Freiwillige Feuerwehr Edendorf

Gegründet 8.05.1883


Ortsbrandmeister

1883 - 1958                             1958 - 1983                                                 1983 - 1993

W. Brunhöber                          Ludwig Schmidt sen.                                     Wilfried Müller

H. Hoyer

A. Müller


1993 - 2010                             Ab 2011

Ludwig Schmidt jun.                 Ronald Müller


25 Jahre FF Edendorf / 1908
25 Jahre

Erste öffentliche Erwähnungen

23.September 1885 um19 Uhr, Brand einer Scheune in Kettelsdorf.

Auf Grund von verwandtschaftlichen Beziehungen wurde unsere Wehr aus immerhin ca. 13,5 km Entfernung zur Löschhilfe gerufen.

In der damalige Zeit, ohne Telefon und digitaler Alarmierung, wurde die Hilfeleistung wohl über einen Reiter angefordert. Die FF Edendorf war um 21:20 Uhr vor Ort.

Leider half der Einsatz aller Kräfte nichts, es konnte nicht verhindert werden, dass außer der Scheune auch noch das Wohnhaus abbrannte. Am 4.November 1885 genehmigte der Erste Staatsanwalt von Lüneburg die Auszahlung der Versicherungssumme von 1680,- Mark. Die Ortswehr Edendorf bekam 76,50 Mark Entschädigung.


10. Juli 1889, schwere Unwetter zogen über den nördlichen Landkreis Uelzen. Die siebte Stunde war gerade um, als ein Blitz in die Scheune des Hofbesitzers Schliekau in Bruchtorf schlug. Um unsere Hilfe anzufordern, kam auch hier ein Reiter im Galopp ins Dorf geritten. Unsere Wehr war noch vor der Bevensener Wehr vor Ort, gemeinsam wurde das Feuer gelöscht. Was gerettet wurde lässt sich heute leider nicht mehr sagen, notiert ist die Rückkehr der Wehr um ¾ 12 Uhr. Die Versicherungssumme betrug hier schon stolze 12000,- Mark.

Eine nette Anekdote ist allerdings aus den Analen zu entnehmen:

Als die Bevensener am nächsten Tag, um die Mittagszeit, ihre Schläuche zum Trocknen aufhängen wollten und die Handdruckspritze reinigten, wurde das Fehlen von drei Schläuchen festgestellt. Nach einem geharnischten Anpfiff des Hauptmanns wurde eine Abordnung von 5 Mann zur Abholung nach Edendorf geschickt.

Hier mussten die Schläuche wohl versehentlich angekommen sein.


Die von der Julihitze erschöpften Kameraden kamen dann auch in Edendorf an, hier konnte man leicht erraten was der Grund ihres Besuches war. Aber auch damals wurde die Kameradschaft schon groß geschrieben, man begrüßte sie mit:

Na Jungs, ju hebbt woll Döst na son'n Marsch bi düsse Hit? Denn lat uns man in'n Krog gahn unsen annern Brand löschen!“

Nach dem dann auch dieser Brand gelöscht war, zogen die ordentlich betankten und mit 3 nassen Schläuchen beladenen Kameraden von dannen. Wie oft sie auf ihrem Weg noch Pause machten ist nicht bekannt, dokumentiert wurde nur ihre Rückkehrzeit mit 21:00 Uhr.


Die Anhängeleiter aus dem Jahr 1944

Früher war alles anders -dem kann wohl keiner widersprechen. Das Verfahren um die Beschaffungen war aber genauso problematisch wie heute.

Der Auftrag für die Anhängeleiter ging am 8.01.1943 an die Firma Klöckner-Humboldt-Deutz AG Werk im Ulm. Erst ein Jahr später wurde der Antrag vom Sonderbeauftragten für das Feuerlöschwesen genehmigt, die Beschaffung konnte so erst 1944 vorgenommen werden.


Das Speck und Wurst Essen

Zirka im Jahre 1948 war der damalige Unterkreisbrandmeister Hermann Päper sen. mit seinen Mannen, nach der Brandmeisterdienstversammlung in Uelzen, in die Kneipe Kruskop/Franke -einem damaligen Feuerwehr Mittelpunkt der Gemeinde- eingekehrt. Alle Anwesenden hatten Hunger, Essen war in den Nachkriegsjahren knapp, es gab noch Lebensmittelmarken. Findige Kameraden fanden eine Speckseite im Kofferraum von Hermann, die er im Auftrag seiner Frau, aus dem Rauchhaus abgeholt hatte. Diese wurde nun ohne sein Wissen darum, vom Gastwirt mit Brot an die versammelten Kameraden gereicht. Das war Speckessen geboren, es sollte nun jedes Jahr wiederholt werden.

Nach zwei weiteren Zwischenstationen findet das Essen nun schon seit vielen Jahren traditionell hier bei Oetzmann statt.


1950, das 70 jährige Bestehen

Es wurden Wettkämpfe durchgeführt und der neue Schlauch- und Trockenturm wurde feierlich übergeben.

Bemerkenswert in der Berichterstattung fand ich eine Erwähnung des Dorflehrers Benecke: Das Lied der Edendorfer Wehr aus dem Jahr 1904, das eine recht amüsante Entstehungsgeschichte hat, wurde von allen Kameraden kräftig mitgesungen.

Dieses Lied hatte am 16.04.2011 seine Auferstehung bei der Einweihung unseres neuen FF Hauses.


75 Jahre FF Edendorf / 1958
75 Jahre

Gründung der Jugendfeuerwehr

1978 wird die JF Edendorf von W. Müller gegründet, stellv. JF Wart wir L. Schmidt jun.


1983, das 100 jährige Bestehen der Ortswehr

Anlässlich des 100 jährigen Bestehens der Feuerwehr wurde der Schriftzug am alten Feuerwehrhaus geschmiedete. Heinz Rostock bearbeitete den Stahl in der Schmiede von Gerhard Eick, er malte den Hintergrund und montierte alles als Geschenk an die Wehr. Übrigens, die Schriftzüge an den Hofstellen Eick-Hof und Lärchen Meier sowie einige Leuchten und Tore im Dorf stammen aus der gleichen Hand.


100 Jahre

Gründung des Bermudadreiecks

Bei einer Alarmübung der Ortswehren Edendorf, Hohnstorf und Wichmannsburg auf dem Lietzberg wurde, weil dort alle drei Ortsteile zusammentreffen, der Begriff Bermudadreieck für diese Zusammenarbeit geprägt.

Manch ein Ereignis lässt auch parallelen zu den Phänomenen in dem Bermudadreieck aufkommen. Genannt seien hier das Auflaufen des Frachters „Andrea“, der Absturz des Rettungshubschraubers „Christoph 19“ und das Versinken des Treckers vom Schäfer im Elbe-Seiten-Kanal.



2007 Zugbildung Ost

Gemeinsam mit den Ortsfeuerwehren Hohnstorf und Hohenbostel wurden wir im Zug Ost organsiert. Zugführer ist Heinz Sander, Stellv. Zugführer Ronald Müller.


2008, das 125 jährige Bestehen der Ortswehr

Nach einem großen Umzug, mit musikalischer Begleitung durch den Ort, wurde auf der anschließenden Feier der Grundstein mit der Baugenehmigung für das neue FF Haus übergeben.

125 Jahre

2008 bis 2011 Bau des neuen FF Hauses

Bis heute sind ca. 3100 Stunden Eigenleistung bei 248 Arbeitseinsätzen erbracht worden. Die festliche Einweihung war am 16.04.2011.


Weitere Aktivitäten

Spiele und Skat Abend im Februar

Bermudaball im Februar

Osterfeuer

Scheunenfete im Mai

Livekonzerte auf dem Dorfplatz „Basse Hof“

Traditionswettkämpfe/Eimerfestspiele im September

Fackel- und Laternenumzug im November

Senioren Weihnachtsfeier im Dezember, immer zum Türchen öffnen hier bei Oetzmann

Kinderweihnachtsmann, seit mehr als 40 Jahren, belegt seit 1982



Stärke, Mitglieder im Januar 2017: 36 Einsatzabteilung, 15 Jugend Feuerwehr

15 Alterskameraden